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Stimmen zum Werk





Das kaputte Knie Gottes (Roman, 2011)
Am Abend war Katharina mit Freunden zum wöchentlichen Volleyballspielen verabredet, ich brachte sie zur Turnhalle, vor der Tür verabschiedeten wir uns. Und obwohl wir uns noch nicht einmal geküsst hatten, wussten wir beide, dass wir von jetzt an ein Paar waren. Ich fuhr mit der U-Bahn nach Hause und konnte vor Glück nicht schlafen.


"Das kaputte Knie Gottes" – eine orthopädisch-theologische Abhandlung? Weit gefehlt. Ganz irdisch geht es um Freundschaft und Verrat, Künstlerkarrieren, hochfliegende Pläne und schmerzhafte Bauchlandungen.
(Tagesspiegel)

Ein Werk für alle, die den einen Horst (Schlämmer) so gut finden wie den anderen (Schimanski), für Ruhrgebietsfreunde wie für Kunstbetriebsverächter. Und auch die Liebhaber der nahezu ansatzlosen Pointe bekommen in Marc Degens "Das kaputte Knie Gottes" reichlich feinwürziges Lesefutter geboten.
(Stern)

Man kann "Das kaputte Knie Gottes" als gute Unterhaltungsliteratur verbuchen. In Wahrheit ist dieser Roman aber etwas viel Schöneres: unterhaltsame Literatur.
(Süddeutsche Zeitung)

Witzig-skurrile Episoden über die Absurditäten des Alltags im Allgemeinen und die des Kunstbetriebs im Besonderen wechseln sich dabei nahtlos mit tragisch-bösen Tiefpunkten ab. Nah am Wahnsinn, nah am Leben.
(Plan B/Einslive)

Es geht um Kunst, Sex und Currywurst. Und darum, wie Menschen sich verändern, wenn sie älter werden. Eine amüsante Lektüre!
(Vorwärts)

Eigentlich hätte dieser Roman den Deutschen Buchpreis gewinnen müssen […]. In diesem Roman finden sich Sätze, wie man sie so in der deutschen Literatur noch nicht gelesen hat. […] "Kunst verstehen heißt sie kaufen." Das gilt uneingeschränkt auch für diesen Roman.
(taz)

Der Leser folgt dem Beton-Künstler Dennis auf dem Weg durch die Untiefen der Kleinkunst-Szene zwischen Eso-Tanten und Neo-Kommunisten. Ganz nebenbei skizziert Degens das Gefühlsleben der irgendwie verlorenen 80er-Jahre-Generation. Wer sich hier nicht wiederfindet, hatte immer nur Pullunder.
(ntv.de)

Marc Degens trifft mit seinem Roman aus der Kunstszene des Ruhrpotts den Ton genau: Gut beobachtete Realität, glaubhafte Charaktere, ein Plot, der immer absurde, abgedrehter wird. Und dennoch ist die über Jahre dauernde Freundschaft zwischen den beiden Hauptfiguren Mark und Dennis anrührend und bewegend.
(zitty)

Degens erzählt einfach eine schöne, skurrile Geschichte, die im vorderen Teil reichlich Spielraum für Slapstick-Einlagen bieten. Und die sitzen, sind teilweise urkomisch. [...] Degens erzählt leicht und souverän, was keine kleine Kunst ist.
(HausBlog Nottbeck)

Es ist mehr eine Tragikkomödie denn ein bloßer humorvoller Roman über eine Männerfreundschaft. Es geht um Lebensträume, die an der Realität scheitern oder völlig unverhoffte Wendungen nehmen. Die Protagonisten sind hin- und hergerissen zwischen ihren Hoffnungen, Idealen und dem, was sie wirklich erreichen können.
(literaturkritik.de)

Marc Degens bringt uns die Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens mal spöttisch-lakonisch, mal heftig kalauernd näher, doch jedem Lacher wohnt eine schmerzliche Selbsterkenntnis inne.
(Dorstener Zeitung)

Marc Degens gelingt mit dem "kaputten Knie Gottes" ein aufgeweckter unterhaltsamer Ruhrgebietsroman, der das Problem der Kreativen im Pott wunderbar anekdotisch verarbeitet. Dabei stützt sich der Autor auf sein Talent für Episoden und Kurzgeschichten, das im Ruhrgebiet (welches der Autor selbst längst verlassen hat) seinesgleichen sucht.
(2010LAB.tv)

Das Degens'sche Ruhrgebiet als conditio humana, als postindustrieller Mutterleib für Menschen, die nicht so recht wissen, wie sie ihre Visionen umsetzen, ja, wie sie überhaupt Visionen entwickeln sollen, dabei aber nie ihre Selbstironie verlieren, ist ein ziemlich realistisches Porträt der tatsächlichen Region.
(Scala/WDR 5)

Marc Degens neuer Roman ist eine Ode ans Ruhrgebiet, den Zufall und die Freundschaft. Degens erzählt mit Ironie und viel schwarzem Humor von all den Irrungen und Wirrungen unseres Alltags.
(bilandia.de)

Halb Pop-, halb Pott-Roman, verklärt "Das kaputte Knie Gottes" das Ruhrgebiet mit seinen Pommesbuden, Trinkhallen und "tollen Menschen". Eine leichthändige Kunstbetriebs-Comedy mit ernstem Unterton über eine Freundschaft, die an der Egozentrik des Künstlers scheitert.
(Deutschlandradio)

Der Roman von Marc Degens ist eine flotte Freundschaftsgeschichte und eine nette Verspottung des Kunstbetriebes.
(dapd)

Degens zeichnet das Porträt einer Männerfreundschaft, welche, soviel sei verraten, anders endet als man zu Beginn der Handlung vermuten mag. Verstrickt in die Banalitäten wie Brutalitäten des Alltags der Kunst- und Lebenswelt. So gelingt dem Autor ein Roman über die Kunst, das Studium, ein Buch über die Liebe mit all ihren Licht- und Schattenseiten. Nicht zuletzt ein Roman über die Irrungen und Wirrungen des Künstler- und Menschenlebens.
(Florian Leiffheidt)

Von diesem Buch bleibt:
… fürs Auge: nun ja – ist das die Bananenschale, die einem das Leben in den Weg wirft?
… fürs Hirn: ist das Kunst oder kann das weg?
… fürs Herz: der Schmerz, wenn eine Freundschaft zerbricht.
… fürs Gedächtnis: jede einzelne hochgradig lustige Szene – toll!
(Bücherwurmloch)






Unsere Popmoderne (Kolumnen, 2010)
Mein Abitur war das viertbeste, das jemals auf Salem abgelegt wurde. Zwei der Besserbenoteten wurden Politiker, einer davon Ministerpräsident, der dritte starb an einer Überdosis.


Dass einen kurze Auszüge aus nicht existierenden Büchern so fesseln und unterhalten können, ist verwunderlich, aber angesichts dieser fantastischen Schlitzohrigkeit und literarischen Versiertheit einfach Fakt.
(zitty)

Es sind regelrechte Pastiches (Achtung: Proust!), die dem Genre und der jeweiligen Nische des Betriebs, die sie ins Visier nehmen, "mimetisch sich anverwandeln" (Adorno!).
(taz)

Alles in diesem Blatt ist erstunken und erlogen. Was jetzt aber nicht heißt, dass die Geschichten nicht hinreißend wären.
(zuckerkick)

Degens’ Mimesis ist so nah an den wirklichen Werken der Popliteratur, dass sie, wie vom guten alten Aristoteles in seiner Poetik erwünscht, zur Katharsis durch Jammern und Schaudern führt.
(literaturkritik.de)

Neben derartigen Grotesken bietet Degens auch eine überbordende Fülle an schönen Ideen. Einige Stoffe nähren durchaus den Wunsch, das Buch ließe sich vollständig lesen. Viel mehr können Erfindungen wirklich nicht verlangen.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Ein echter Genuss!
(backsmedia)






Abweichen. Über Bücher, Comics, Musik (Aufsätze, 2009)
Sie besitzen zwei Hosen, eine Jeans und eine Gute, rasieren sich selten, fast nie, und kaufen »Fritt«-Gums wegen der Sammelbildchen. Daß sie die Kaubonbons nicht mögen, bricht ihnen schier das Herz.


Ein munteres Pop-Potpourri mit einzelnen auch von Kulturkonservativen als bedeutend eingeschätzten Zwischenspielen, das vor allem belegt, wie ernst man populäre Kultur nehmen kann und muss.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Fern jeder Nischen-Agitation präsentiert der Autor in prägnanter trockener Sprache seine Eindrücke, verknüpft diese fix mit der jüngeren Publikationsgeschichte, die jedes Objekt seiner Beobachtungen umgibt und ist sich nicht zu schade, das Wort „schön“ zu benutzen. Ganz schön angenehm. [...] Wer auch immer den Empfehlungen Degens’ folgt, trägt dazu bei, dass der Rand ins Zentrum rückt.
(literaturkritik.de)

Kulturkritik als Kulturvermittlung statt Selbstdarstellung, das mag wenig zeitgemäß erscheinen, ist aber angenehm entspannend. Hier schreibt einer fachlich kompetent, unterhaltsam wie informativ und von einer aufrichtigen Begeisterung getragen, die in diesen Zeiten so selten geworden ist.
(Glanz und Elend)

Die sich aufdrängende Frage hinter dem Degenschen Opus ist: Wo und wie finden derartige Abweichler heutzutage ihren Platz?
(Poetenladen)






Hier keine Kunst (Roman, 2008)
Ein Sprichwort lautet: Trink am Morgen, und du hast den ganzen Tag frei. Von wegen, das hier ist der Beweis! Dieser Stapel Papier ist vollgesogen mit Spiritus, in keinen meiner Texte ist mehr Alkohol geflossen.


Degens schreibt fein und schräg, man lacht sich schlau und scheckig.
(Park Avenue)

Eine großartige Abrechnung mit dem Schreib- und Künstlerwahn!
(Katharina Rutschky)

Strukturell funktioniert das Buch so, als hätte John Waters die Ausgangssituation der Suche nach der verlorenen Zeit für einen Film verwendet. In der Hauptrolle: Hermes Phettberg.

(Am Erker)

Popliteratur, Comic, Sciencefiction, B-Movies, Computerspiele, Werbung, Kneipengespräche und Abenteuerromane werden bei Degens [...] zu Materiallagern, deren Substrate er in seinem Beinah-Roman stilsicher montiert und mit treffenden Dialogen humorvoll in Szene setzt.
(junge Welt)

[Ein] Sittengemälde (West-)Deutschlands vor der Globalisierung.
(goon)

Marc Degens lässt seinen Antihelden genüsslich in den Wirren des Literatur- und Geschlechterkriegs treiben.
(Titel-Magazin)

Der Erzähler [...] befindet sich auf der Suche und möchte das Leben beim Schopf packen – immer wieder und immer neu, immer vergeblich, aber heiteren Gemüts bis fast zuletzt.
(Volltext)

Dem Gang zum Bäcker, dem Besuch bei der Oma, einem Zwischenstopp auf dem Bahnhofsvorplatz von Wanne-Eickel entlockt Degens literarisch-poetischen Mehrwert. Formal ist dies kongenial umgesetzt: Er erweist sich als Meister der narrativen Tempodrosselung, als Erfinder eines literarischen Slowcores.
(Hausblog Nottbeck)

Ein anderes Echo fand ich in Marc Degens' ("fast ein Roman") "Hier keine Kunst" (2008), das einen der Tooleschen Hauptfigur Ignaz irgendwie sehr verwandten Charakter in einer deutschen Kleinstadt zeigt. Die Verwandtschaft liegt vor allem in der familiären Sicherheit der Ansichten dieser Figuren, die in der Familienlogik aufgebaut sind und an denen sie sich keinen Zweifel einreden lassen. Degens gelingt, was den Stil betrifft, etwas, was auch bei Toole bemerkenswert ist: die Helden, die den Ton prägen, sind gebildet, legen wie selbstverständlich Wert auf Sprache, und trotzdem ist diese Sprache durch und durch verklebt mit Privata – wie eben bei Leuten, die nie von zuhause ausgezogen sind.
(Ann Cotten, Volltext)






Unsere Popmoderne (Erzählungen, 2005)
1976 war Papas erfolgreichstes Jahr, nach dem Auftritt im Großen Preis lernte er meine Mutter kennen. Sie war für ihn durch die halbe Republik getrampt, heimlich, gegen den Willen ihrer Eltern. Meine Mutter und mein Vater verbrachten gemeinsam einen Tag und zwei Nächte. Als ich dann zur Welt kam, schrieb sie ihm einen langen Brief. Als Antwort erhielt sie eine unsignierte Autogrammkarte.


Diese Romananfänge und -auszüge machen unruhig, man will mehr, will  den ganzen Wälzer lesen, von schwitzenden Urlaubern, von 26-jährigen  Bestsellerautorinnen und einem schwulen Sherlock Holmes.
(Die Zeit)

Degens hat den Literaturbetrieb so maßstabsgetreu wie ein  Modelleisenbahner nachgebaut.
(Jungle World)

Der eigentlich schwindelerregende Witz dabei ist die fast komplette Ununterscheidbarkeit zwischen Original und Parodie, zwischen Authentizität und Karikatur. Seine Capriccios zeigen Marc Degens als Nicht-Übertreibungskünstler.
(Süddeutsche Zeitung)

Auch aus biografischen Angaben zu den fiktiven Autoren macht Degens kleine Dramen im Buchklappen-Stil.
(Tagesspiegel)

"Unsere Popmoderne" ist ein Meta-Buch voll strotzender Fantasie und distinguiertem Mad-Heft-Charme.
(intro)

spannend, schlau und unterhaltsam zugleich
(die tageszeitung)

hochkomisch
(Falter)

Crazy!
(Françoise Cactus)

Man zieht den Hut vor seinem stilmimetischen Talent, er hat die diversen Tonfälle einfach drauf
(Rolling Stone)

'Unsere Popmoderne' ersetzt einige Regaldezimeter neuester deutscher Literatur.
(Am Erker)

Das Buch ist gut!
(Thomas Kapielski)






Für mich (Erzählung, 2004)
Zum ersten Mal seit vielen Jahren erzählte mein Stiefvater von sich und seiner Schulzeit. Er sei ein sehr guter und fleißiger Schüler gewesen, natürlich, und hätte später gern das Gymnasium besucht, logisch, aber das ging damals nicht. Ja, und deshalb sitze er nun hier! Ich begriff und nickte: Nein, unter keinen Umständen wollte ich ebenso enden.







Rückbau (Erzählung, 2003)
Dir gehört nicht einmal die Finsternis, das Dunkel, die Nacht. Du schließt die Augen und kannst doch alles sehen. Das auf dem Boden liegende nachtblaue Beinkleid. Den Wäschestapel in der Ecke. Die Beschriftungen der Umzugskartons. Jeden einzelnen nackt aus der Wand ragenden Nagel. Selbst das Spinnweb an der Zimmerdecke.


Ein alter Freund, Pflichten von gestern, Videokassettenhüllen. Unser Leserglück ist es, daß Marc Degens so ein Buch der Nachtgedanken tatsächlich geschrieben hat.
(David Wagner)

Aus subjektiven Eindrücken entstehen ein ganzes Wohnhaus, ein Straßenzug und auch ein Porträt Berlins in Mosaiksteinen.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Der tranceähnliche Zustand zwischen Wachen und Schlafen, die Hoffnung auf einen Neuanfang und die Trauer um den Abschied werden in einer fast poetischen Sprache anschaulich gemacht.
(Berliner Literaturkritik)

Ein Auszug, ein Übergang, ein Sortieren von brauchbar und unbrauchbar. Eigentlich ein ganzes Leben in wenige Stunden gepackt – & aus dem Sperrmüll läßt Damokles schön grüßen.
(Kult)







pop.mitte.berlin (Erzählung, 2001)
Liebes Tagebuch, ohne Gewandung ist der Mensch bloß Getier. In einem Benimmbuch las ich, daß man den gesellschaftlichen Rang einer Person am besten an seinem Schuhwerk ablesen kann, daß Treter mehr über den Träger verraten als Hemd, Hose, Schmuck und Zähne. In meiner Studienzeit besaß ich immer jeweils nur ein Paar Schuhe, das folgende Eigenschaften aufweisen mußte: schwarz, Leder, unter 40 Mark.


Die Texte von Marc Degens sind wirklich lesenswert. Der Beste heißt im Untertitel 'Ein Lob auf die Mittelmäßigkeit' und ist ein schwungvoller Anti-Illies ('Generation Golf').
(zitty)

Marc Degens glänzt mit unverschämt lässiger Ambitionslosigkeit. Ohne schwüle Episödchen, ohne dumpfbackige Szene-Allüren erzählt ein miserabler Student provinziell-duldsam über sein Leben ohne Loft und Liebe. Eine trockene Gerade in die aufgespritzten Schmollippen Berliner Möchtegern-Eliten.
(Am Erker)







Himmel die Berge (Erzählung, 1999)
Wer jemals eine Prise Kokain in seine Blutkanäle pumpte, weiß um die dabei entstehenden Kräfte und wachsenden Dränge. Doch nichts in unserer Welt – bis auf die Welt selbst – kann sich selbst erschaffen. Immerzu muß, wenn auf der einen Seite ein Betrag hinzugefügt wird, auf der anderen Seite dieser Betrag abgezogen werden.


Johnniboy ist Ende zwanzig, wohnt noch bei seinen Eltern, und dummerweise gehen ihm Geld und Drogen gleichzeitig aus. Total daneben und ständig notgeil irrt er durch die Gegend.
(S.U.B.H.)







Hure Liebe (Erzählung, 1997)
Nach zwei Tagen hatte ich Schillers Gedichte im Schnelldurchlauf gelesen, nach weiteren drei Tagen die Theaterstücke, die mich besonders begeisterten. Nun fühlte ich mich als Literaturkenner und sah mich befähigt, mein erstes Drama in Angriff zu nehmen.







Vanity Love (Roman, 1997)
Vor einigen Monaten, auf einer Reise zu einem Bekannten in Braunschweig, fuhr er im gleichen Zug an einem riesigen Sonnenblumenfeld vorbei. Das Nachdrückliche an diesem Anblick war der Umstand, daß allen Sonnenblumen die Kerne fehlten, so, als ob sie sorgfältig, Blume für Blume, abgeerntet wurden. Er hatte noch nie in seinem Leben ein intensiveres Emblem des Todes gesehen.


Marc Degens ist der kafkaisch-joyceanische Strindberg der Generation X für Beckettleser, die gerne comiclesend fernsehen.
(Dietmar Dath)

'Vanity Love' ist Literatur für Weicheier. Menschen, die im 'richtigen Leben' stehen, brauchen solche Bücher definitiv nicht.
(Sagittarius)







Im Un- und Hintergrund (Essay, 1997)
Die bundesrepublikanischen Literaturproduzenten in Etablierte und Außenseiter zu untergliedern, fällt schwer angesichts der Tatsache, daß die gut 15.200 selbständig arbeitenden schrifterstellenden Künstler pro Jahr durchschnittlich unter 25.000 Mark verdienen.


Bundesgenosse Degens legt uns hier einen wundervollen Essay über die verhaltensgestörten Normen literarischer Einbahnstraßenguerilleros vor.
(Der Störer)

Wenn einer kein Feigenblatt vor den Mund nimmt, nennt man das eine literarische Ohrfeige. Peng. Sieben auf einen Streich. Der Verfasser des blauen Briefes ist Marc Degens. Ein tapferes Schneiderlein.
(Trystero)

Dieser Text [...] erfuhr ein lebhaftes Echo von allen Seiten.
(Kritische Ausgabe)

[Es] schien fast, als habe er endlich das offen ausgesprochen, was viele aus der Bewegung selber dachten, wenig später löste sich Social Beat auf.
(Popliteraturgeschichte[n])

Trotz einiger 'Eingleisigkeiten' in der Beurteilung des SB ein sehr wichtiger Essay, zumal er einen umfassenden Überblick über Organisation und Treiben des deutschsprachigen Literaturundergrounds gibt.
(S.U.B.H)

Pflichtlektüre
(Wortwahl)







Die geraffte Wahrheit dieses Tags (Erzählung, 1997)
Mein heutiger Tag begann mit dem Wachwerden. Natürlich begann er eigentlich schon viel früher, ich habe ja geschlafen, wahrscheinlich sogar geträumt, doch der Traum hat mit dem Leben noch weniger gemein als das Leben mit der Literatur, nämlich rein gar nichts.


Wie genau ein Vormittag beschrieben werden kann und wie genau auch die Gedankenketten beschrieben werden können, zeigt ebenfalls einmal wieder Marc Degens auf
(S.U.B.H.)







Man sucht sich (Lyrik/Kurzprosa, 1996)
Auf der siebzehnten Seite
in dem Oktavheft
in das er immer seine Textentwürfe eintrug
fand der Dichter ein ihm unbekanntes
Schamhaar
Er legte es zu den anderen


Wie überraschend.
(S.U.B.H.)







Der Weg eines Armlosen in die Top Ten der Tennisweltrangliste (Erzählungen, 1996)
Ein Leben als 27jähriger Bildhauer in Gelsenkirchen-Buer ist ebenso traumhaft wie der Weg eines Armlosen in die Top Ten der Tennisweltrangliste. Vor allen Dingen dann, wenn man, wie ich, auf die 300-400 Kilo schwere Darstellung von Gliedmaßen spezialisiert ist.


Richtig tragisch wird es in Degens' neuem Sammelband 'Der Weg eines Armlosen in die Top Ten der Tennisweltrangliste'. Dort ist die Rede von völlig mißglückten Lesungen, die der Autor zusammen mit Hausfrauen, die in Brigitte und Freundin veröffentlichen, bestreiten mußte
(S.U.B.H.)

Viele erbauliche Kolumnen, die von Themen handeln, von denen wir noch nie etwas gehört haben, die uns zumindest aber niemals interessieren würden, und die nach dem Lesen nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken sind.
(Orange Agenten)

schmissige Formulierungen und Geistesschärfe
(Hundspost)

Degens statt Dickens!
(Andreas Platthaus)







Absichten und Einsichten (Erzählungen, 1996)
19. Oktober 1995. 00.09 Uhr. (Gerade sprang die 8 meiner Computeruhr (Shareware) auf 9 um!) Es ist spät und ich bin betrunken. Ich habe überlegt, ob ich ONANIEREN soll wie Onan, dessen Samen zu Boden fiel, oder ob ich mich an den Computer(, Macintosh - uraltes Modell aber sehr befriedigend,) setzen und ein paar Zeilen entgegen meiner Gewohnheit tippen soll. Gewohnheit: nie spät abends, wenn DU schon müde bist, und nie betrunken!


Aber es gibt auch ein paar Perlen, die du einfach nicht mehr vergißt, und eine heißt Marc Degens
(Die kleine Mechthild)

Marc Degens, jung wie jovial wie jetzo, schreibt schön schräg
(Gegengift)

Marc Degens geht in 'Absichten und Einsicht - Texte zum Selbstverständnis eines zeitgenössischen Autors' [...] weiter als die Klassiker der Philosophie. Er hat die Kraft des Gerstensaftes, das Comicsammeln, und die Eigentümlichkeiten des Computers entdeckt.
(S.U.B.H.)

Ein ideales Geschenk für Leute, die von Bud Spencer/Terence Hill- und Louis de Funès-Filmen sozialisiert worden sind und sich später an der Uni in Seminaren mit Titeln wie 'Das ICH der Geschichte' wiederfanden.
(Kaleidoskop)







Der Knubbel (Erzählung, 1996)
Die Sonne meiner Kindheit bestrahlte mich jahraus jahrein freundlich-hell, damals standen hohe UV-Schutzfaktoren kurz vor der Ausrottung, und erst als der ungebetene Gast meinen Körper aus heiterem Himmel überfiel, zog meine Sonne Wasser, und mein Gemüt fisselte von nun an trübe und rauh.


Es ist erstaunlich, welche Erinnerungslücken Fernsehkind Degens hier beim gemeinen Leser annähernd wieder schließen kann [...]. Ziemlich amüsant geschrieben alles. Wer wissen will, warum Degens sich einst für die Reinkarnation Jim Morrisons  hielt, wird auch auf dem Laufenden gehalten. Schnuckelig + kaufen!
(Der Störer)

Der Text verrät uns in lockerer Selbstironie, wie sich Degens mit seinem Überbein arrangiert, das trotz medizinischer Betreuung nicht verschwindet und ihn immerhin vor der Bundeswehr bewahrt. Erstaunlich ist doch, worüber man alles schreiben kann.
(Der Kult)

Anspieltip: 'Der Knubbel'.
(Titanic)

Wer Marc Degens' Geschichten kennt, haßt sie oder liebt sie. Ich liebe sie. Mit einer naiven Grundstimmung erzählt er die abstrusesten Geschichten über belanglose Nichtigkeiten. So überzeugend, daß man glauben könnte, sie wären wahr.
(Orange Agenten)

Die Geschichte von Degens ist verdammt gut, auch wenn sich der Inhalt gerade einmal um eine kleine Wucherung am linken Fuß des Autors dreht.
(S.U.B.H.)







FRICKIE-FRICKIE und andere komische Geschichten (Erzählungen, 1994)
Werden die Küken älter, lassen die Eltern sie auch einmal allein auf dem Eis zurück und gehen gemeinsam angeln. Die Küken schließen sich dann gerne Erwachsenen an. So entstehen richtige Kindergärten. Die Antarktis verbirgt unter ihrem Eispanzer Atlantis. Auch in den Meeren rund um den Kontinent ist ein Krebs-, Hummer- und Algenfang geplant.


Mit Frickie-Frickie liegt ein herzerfrischender knallbunter Band mit einer durchgeknallten daDaistischen Typographie vor, der im Gegensatz zu den pseudoexistenzialistischen Sauf- und Fickstories herzerfrischend lustig daherkommt. [...] Marc Degens erzählt alltägliche Geschichten von verhindertem Sex, saufen, Musik und Leuten, die leicht einen neben der Kappe haben, aber er erzählt es nicht überheblich, sondern so, daß der Leser sie mag, zum Beispiel die Schlagzeugerin Nuss-Kati!
(Impressum)

Wir erfahren wertvolle Fakten über französische Betten, Onanie, den Turm des Todes, Vaginalmykosen, daß der Kaiserpinguin nicht fliegen kann, dafür aber ein sehr guter Schwimmer und Raucher ist und am liebsten Muscheln und Eisbein frißt. Hmm, das war noch nicht bis zu uns durchgedrungen – gut, daß es Marc Degens gibt.
(Ventilator)

Oft geht es über Kondome, Poppen, Penisse, Vaginalsekrete etc! Aber dennoch: mit 'NIWOH'.
(Poldi und die Postkutsche)

Das hat durchaus entschlossen bekennerischen Charme!
(die tageszeitung)

Degens, den ich kenne, haßte und dann zu schätzen lernte erzählt von sich, erläutert die 'Bistu-Dame?'-Frage und bekennt sich zu seiner Rotweintrinksucht [...]. Nachdem Degens vor 1100 Leuten im Sputnik Hasenheide versagte, blüht er nun auf und beschreibt auf treffliche Weise, warum er wie ein Mädchen aussieht.
(Die kleine Mechthild)

Marc Degens kann wirklich gut erzählen
(S.U.B.H)







Farben und Formen (Lyrik/Kurzprosa, 1993)
Alles scheint anders
Auf diesem fremden Planeten
Wesen mit drei Beinen, zwei Armen & zwei Köpfen
Er verlässt die Stadt


Die Worte nehmen Formen an, werden zu farbigen Gemälden aus Gefühlen und Gedanken. Der Textband gehört zu den Sammlungen, die ich erst aus der Hand gelegt habe, nachdem ich jedes Stück gelesen hatte.
(La Belle)

Höhepunkt des Bandes ist aber der fünfteilige Zyklus 'Bis an die Grenzen', welcher wieder von der Hoffnung und der darauffolgenden abrupten Ernüchterung erzählt. Ich habe selten so gut beschriebene  Texte gelesen.
(S.U.B.H.)

'Zellophangedichte' allererster Güte
(Krachkultur)






Kontakt: degens@satt.org
www.MarcDegens.de